Upcycling, Workshops & Café: Laden im Einkaufszentrum Berliner Freiheit

          

Integrationsprojekt trifft auf Nachhaltigkeitsgedanken


Öffnungzeiten:
Dienstag 9:00 Uhr bis 14:00 Uhr
Mittwoch  14:00 bis 18:00 Uhr
wir freuen uns auf Ihren /Euren Besuch

In Deutschland schmeißt jede Bürgerin und jeder Bürger durchschnittlich 4,7 Kilogramm Kleidung im Jahr weg. Um alten Kleidungsstücken oder Stoffresten eine zweite Chance zu geben, erfreut sich die Idee des Upcyclings immer größerer Beliebtheit. Dabei wird ausrangierte Kleidung in neue Unikate verwandelt. Seit letztem Herbst entstehen in der Upcycling-Werkstatt des Integrationsprojekts Face to Face im Bürgerzentrum Neue Vahr – gefördert vom Europäischen Sozialfonds – aus alten Textilien solche neuen Kleidungsstücke. Um noch mehr Bremerinnen und Bremern die Idee des Upcyclings näher zu bringen, eröffnet am Samstag, den 5. Juni um 11 Uhr, ein eigener Laden des Face to Face-Projekts im Einkaufszentrum Berliner Freiheit. Anlässlich der Eröffnung werden vor Ort einige Geschenke aus der Werkstatt an die Besucherinnen und Besucher verteilt.

Die Idee hinter dem Laden: „Jede und jeder kann mit seinen alten Klamotten zu uns kommen“, erläutert Saher Khanaqa-Kükelhahn, die das Integrationsprojekt im Januar 2019 ins Leben gerufen hat. Es wird eine Chill-Lounge zum Klönen und Kaffeetrinken sowie Workshops geben. Die Besucherinnen und Besucher haben so die Gelegenheit, gemeinsam mit den Designerinnen und Schneiderinnen zu überlegen, was aus der ausrangierten Kleidung entstehen kann – und unter Anleitung selbst an der Nähmaschine zu arbeiten.

Künstlerinnen gestalten Ladengeschäft nach dem Vorbild der Natur

Der Laden wurde von den beiden Künstlerinnen Mantalena Olga Tigkili und Shang-Hong Chou gestaltet und eingerichtet. Dabei haben sie auf abstrakte Formen wie Pflanzen-, Stein- und Erdelemente aus der Natur zurückgegriffen, um ein einladendes Raumklima zu schaffen. Sie haben mit warmen Pastell- und Erdfarben gearbeitet, die den Grundgedanken des Upcycling-Projektes zum Ausdruck bringen sollen: „Wir möchten Kleidungsstücke, die größtenteils noch nicht getragen wurden, ein neues Gesicht geben und nachhaltige Mode mit kreativen Ideen verbinden“, sagen die beiden Künstlerinnen. „Insgesamt fördern wir einen umweltschonenderen und bewussteren Umgang mit Kleidung als Gegenentwurf zum Fast Fashion Paradigma, das immer mehr Mode zu immer günstigeren Preisen produziert unter Einsatz von Pestiziden beim Anbau der Baumwolle, von Chemikalien bei der Weiterverarbeitung und von fragwürdigen Arbeitsbedingungen in den Textilunternehmen. Den kreativen und umweltfreundlichen Ansatz des Projekts möchten wir in dem Gestaltungskonzepts des Ladens verdeutlichen.“

Mantalena Olga Tigkili hat Kostüm- und Bühnenbild an der Universität für Bildende Kunst in Athen studiert. Neben ihrer Arbeit als Kostüm- & Bühnenbildnerin malt sie Ölbilder im Still des abstrakten Expressionismus. Shang-Hong hat Mode-Design an der Shih-Chien Universität in Taipeh studiert und mehrere Jahre als Dozentin und freiberufliche Designerin gearbeitet. Seit Februar unterstützt sie das Upcycling-Projekt des Bürgerzentrums.