Die Bienen sind los im Bürgerzentrum Neue Vahr

Es summt und brummt im Bürgerzentrum Neue Vahr: Seit Anfang der Woche sind hier zwei Bienenvölker beheimatet, die den Kindern und Jugendlichen in der Vahr die Bedeutung von Bienen und Insekten für Mensch und Natur näherbringen sollen. Ein Bienenvolk hat eine kooperative Imkergruppe aus Horn gebildet, das andere stammt von der Universität Bremen: Im Rahmen des interdisziplinären BMBF-Forschungsprojekts Urban Agriconnect möchten die Forscher herausfinden, wie urbane Imkerei auf Stadtteilebene zu mehr Nachhaltigkeit beitragen kann.

Dabei setzt die Universität auf die Hilfe der Sensorik: Eine Waage, die unter den Bienenkästen steht, liefert nicht nur den Forschern wichtige Daten zur Auswertung. Der Sensor soll den Kindern und Jugendlichen zudem am Beispiel der Bienen den Zugang zu den bedeutungsvollen Insekten erleichtern und den Anstoß für künftige Aktivitäten und Aktionen rund um die Bienen geben. „Für uns ist es spannend, was wir in der Vahr daraus entwickeln können, um das Thema für Jüngere begreifbar und erlebbar zu machen“, sagt Martin Ploghöft, Geschäftsführer des Bürgerzentrums Neue Vahr, der nun ein pädagogisches Konzept erstellen möchte.

 

 

Pflegeleichte Bienen

„Das Tolle an den Bienen ist, dass man eigentlich gar nichts machen muss“, erläutert Marie-Helene Wichmann vom Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft, die das Bürgerzentrum Neue Vahr mit ihren Projektpartnern Thorsten Kluß und Carolin Zschippig aus der Kognitiven Neuroinformatik der Universität Bremen beim urbanen Imkern unterstützt. Für die Bienen sei es gut, wenn man die Bienenkästen möglichst selten öffne. „Die Sensoren helfen uns, mehr über den Zustand und die Aktivitäten der Bienen zu erfahren“, sagt Thorsten Kluß. Je nach Wetterlage können die Kinder und Jugendlichen im Bürgerzentrum bereits in diesem Sommer den ersten Vahrer Honig ernten.

Wer Lust hat, sich an dem Bienenprojekt im Bürgerzentrum Neue Vahr zu beteiligen, kann sich gerne an Martin Ploghöft wenden: martin.ploghoeft@bzvahr.de oder Telefon 0421 4367345.

 

Neuer Teilnehmerrekord beim 14. Vahrer-Seen-Lauf

Laure Estival hat ihre Eindrücke vom 14. Vahrer-Seen-Lauf in einem kurzen Film festgehalten: Impressionen vom Vahrer Seenlauf

 

Der 14. Vahrer-Seen-Lauf, der am Sonntag, 3. Juni 2018 stattfand, bot in diesem Jahr perfekte Bedingungen für die mehr als 900 angemeldeten Läuferinnen und Läufer: Bei bestem Laufwetter machten sich die kleinen und großen Teilnehmer des Vahrer Sportevents auf, um in den verschiedenen Disziplinen ihr Können zu beweisen. Um 09.00 Uhr fiel der Startschuss zum Nordic Walking: 29 Sportbegeisterte nahmen an dieser ersten Disziplin des Tages teil, bei den beiden Hauptläufen über 10 und 5,5 Kilometer zählten die Veranstalter rund um Michaela Kuhn vom Lauftreff Bremen-Vahr insgesamt 548. Die restlichen Anmeldungen verteilten sich auf den Bambinilauf und die beiden Schülerläufe I und II. Mit insgesamt 845 gestarteten Läuferinnen und Läufern gab es in diesem Jahr einen neuen Teilnehmerrekord.

Sebastian Kohlwes schnellster 10-Kilometer-Läufer

Beim 5,5 Kilometer-Lauf gingen Thomas Blohme, Marvin Krüger und Auke Hieronimus (Männer) sowie Teresa Vetter, Ute Hawranke und Tania Hessing (Frauen) als Erste ins Ziel, die drei Ersten beim Hauptlauf über 10 Kilometer waren Sebastian Kohlwes, Erik Couzijn, und Andrew Tobben (Männer) sowie Jenny Vico, Manuela Richter und Jun Buchmann (Frauen). Bei den Schülern I setzte sich Tom Stephan vom TV Lilienthal mit einer Zeit von 5:02 durch. Kaddy Sanneh von der GTS-Paul-Singer-Straße stand bei den Schülerinnen I auf dem Siegertreppchen. Beim Schülerlauf II waren Jannik Lippert und Julia Werner die schnellsten Läufer. Die ganz Kleinen waren derweil ganz ohne Zeitwertung unterwegs: Der jüngste Laufnachwuchs ging beim Bambinilauf an den Start und wurde sowohl von den Eltern als auch den restlichen Zuschauern begeistert angefeuert.

Und wer nicht selbst an einem Lauf teilgenommen hat, sondern zum Anfeuern und Zuschauen der Freunde und Familienmitglieder zum Vahrer-Seen-Lauf gekommen ist, konnte sich darüber hinaus beim abwechslungsreichen Rundumprogramm die Zeit vertreiben.

“Wir sind sehr zufrieden”

Auch in diesem Jahr hat der Lauftreff Bremen-Vahr den Vahrer-Seen-Lauf organisiert: „Wir freuen uns, dass in diesem Jahr wieder so viele laufbegeisterte Menschen an diesem tollen Event teilgenommen haben“, so Michaela Kuhn. „Die Läuferinnen und Läufer hatten jede Menge Spaß, und auch wir sind sehr zufrieden.“

Weitere Informationen zum Vahrer-Seen-Lauf und die vollständigen Ergebnislisten sind ab sofort unter www.vahrer-seen-lauf.de

Text: Insa Lohmann, Bremen
Film: Laure Estival, Bremen

Bunt und lecker: Kindertreff baut Hochbeet in Kooperation mit dem Vahradieschen

Hochbeete erfreuen sich seit einiger Zeit zunehmender Beliebtheit, denn sie schaffen optimale Bedingungen für Gemüse, Obst und Kräuter. Die Kinder des Kindertreffs im Bürgerzentrum Neue Vahr haben nun in Kooperation mit dem Gartenprojekt Vahradieschen ein buntes Hochbeet gebaut, das sie künftig in Eigenregie pflegen werden. Unterstützung bekamen sie dabei von Heilpflanzenpädagogin Sabine Kolmsee, die seit ein paar Jahren das Gartenprojekt Vahradieschen im Stadtteil Vahr unterstützt. Kolmsee half den jungen Gärtnern sowohl bei der Wahl der Pflanzen sowie beim eigentlichen Bau des Hochbeetes und steht ihnen auch künftig mit ihrem Wissen zur Seite. In dem Hochbeet wachsen nun unter anderem Rosmarin, Thymian, Olivenkraut, Basilikum, Petersilie und Lavendel – kleine Schilder sollen dabei helfen, die noch jungen Pflanzen auseinanderzuhalten.

Trend des „Urban Gardenings“ aufgreifen

„Ein Hochbeet ist eine schöne Möglichkeit, um den Außenbereich des Bürgerzentrums zu verschönern und den Kindern verschiedene Pflanzen sowie Kräuter näher zu bringen“, sagt Mural Kul vom BZ Vahr. Doch nicht nur die Kinder des Stadtteils sollen etwas von der neuen Beetanlage haben. Das Hochbeet befindet sich in einem öffentlich zugänglichen Teil und das hat einen besonderen Hintergrund: „Wir möchten, dass sich möglichst viele Vahrer an dem Hochbeet erfreuen können“, erläutert Mural Kul. Mit der Idee, das Hochbeet der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, folgt das Bürgerzentrum in der Vahr dem Trend des sogenannten „Urban Gardenings“ – also das gemeinschaftliche Anbauen von Obst und Gemüse in der Stadt.

Von Mäusen und Matrosen: Der Kindertreff des BZ Vahr beim Hafenrummel

„Wer weiß, wo wir hier sind?“, fragt Arne Gloe und blickt in neugierige Gesichter. „In der Überseestadt“, ruft einer in die Runde. Das sei natürlich erstmal richtig, erklärt Gloe, der eigentlich von allen nur „Rummel-Arne“ genannt wird. Die 14 Jungs und Mädchen aus dem Kindertreff im Bürgerzentrum Neue Vahr sind nämlich heute zu Besuch im Hafenrummel, wo sie sich durch einen Parcours im Hafenambiente der 50er Jahren spielen werden. An den elf handgefertigten Wettkampfstationen am Speicher XI zählt vor allem Geschicklichkeit, Schnelligkeit und natürlich eine große Portion Glück, wie „Rummel-Arne“ erklärt. Während der Spiele müssen die Kinder Punkte sammeln, wer am Ende die höchste Zahl hat, gewinnt. „Sind wir in Teams?“, fragt eines der Mädchen. „Na klar!“, sagt „Rummel-Arne“ und drückt ihnen Block und Stift in die Hand.

 

Es wird geflucht, gedreht und gestapelt

Mit Spielbogen zum Punktezählen bewaffnet macht sich die Gruppe auf, um sich an den ersten Glücks- und Geschicklichkeitsspielen zu versuchen. Die Kinder teilen sich in drei Teams auf und müssen Bälle rollen, Münzen schieben, Säcke werfen, Matrosen umhauen und Mäuse balancieren. Für den 13-jährigen Djawad, der auch im Zirkus aktiv ist, eine leichte Übung: Mit viel Fingerspitzengefühl befördert er die Mäuse bis zum Ende des Transportbandes, bevor sie in der Fünf-Punkte-Kiste verschwinden. Schwieriger wird es hingegen an Station 5: „Sanduhr drehen, Würfel bauen, Punktzahl an Sanduhr ablesen“, lautet dort die Aufgabenstellung. Das Team um Djawad blickt auf neun gleichförmige 3D-Puzzleteile, die nun zu einem Würfel zusammengebaut werden soll. Jetzt ist bei den Kids dreidimensionales Denken gefragt. Es wird geflucht, gedreht und gestapelt – gerade noch rechtzeitig vor Ablauf der Zeit steht der Würfel.

 

“Rummel-Arne” bringt Crêpes zur Belohnung

„Ich hätte nicht gedacht, dass es hier so cool ist“, sagt die 11-jährige Jamila begeistert. Der Ausflug zum Hafenrummel ist Teil des regelmäßig stattfindenden Ferienprogramms des Bürgerzentrums Neue Vahr. Jamila nutzt regelmäßig das Angebot des Bürgerzentrums und hat in den Osterferien bereits beim Lasertagspielen sowie beim Bowling mitgemacht. „Ich glaube, wir waren heute die Schlechtesten“, vermutet sie, nachdem ihr Team alle Spielstationen im Hafenrummel absolviert hat. Doch die Punktzahl steht heute natürlich im Vordergrund des Ausflugs: „Wir hatten richtig Spaß hier“, sagt Murat Kul vom Bürgerzentrum Neue Vahr, der das Ferienprogramm begleitet. Zum Abschluss dürfen sich die 14 Jungs und Mädchen über selbstgemachte Crêpes freuen, die ihnen „Rummel-Arne“ an den Tisch bringt.