Bunt und lecker: Kindertreff baut Hochbeet in Kooperation mit dem Vahradieschen

Hochbeete erfreuen sich seit einiger Zeit zunehmender Beliebtheit, denn sie schaffen optimale Bedingungen für Gemüse, Obst und Kräuter. Die Kinder des Kindertreffs im Bürgerzentrum Neue Vahr haben nun in Kooperation mit dem Gartenprojekt Vahradieschen ein buntes Hochbeet gebaut, das sie künftig in Eigenregie pflegen werden. Unterstützung bekamen sie dabei von Heilpflanzenpädagogin Sabine Kolmsee, die seit ein paar Jahren das Gartenprojekt Vahradieschen im Stadtteil Vahr unterstützt. Kolmsee half den jungen Gärtnern sowohl bei der Wahl der Pflanzen sowie beim eigentlichen Bau des Hochbeetes und steht ihnen auch künftig mit ihrem Wissen zur Seite. In dem Hochbeet wachsen nun unter anderem Rosmarin, Thymian, Olivenkraut, Basilikum, Petersilie und Lavendel – kleine Schilder sollen dabei helfen, die noch jungen Pflanzen auseinanderzuhalten.

Trend des „Urban Gardenings“ aufgreifen

„Ein Hochbeet ist eine schöne Möglichkeit, um den Außenbereich des Bürgerzentrums zu verschönern und den Kindern verschiedene Pflanzen sowie Kräuter näher zu bringen“, sagt Mural Kul vom BZ Vahr. Doch nicht nur die Kinder des Stadtteils sollen etwas von der neuen Beetanlage haben. Das Hochbeet befindet sich in einem öffentlich zugänglichen Teil und das hat einen besonderen Hintergrund: „Wir möchten, dass sich möglichst viele Vahrer an dem Hochbeet erfreuen können“, erläutert Mural Kul. Mit der Idee, das Hochbeet der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, folgt das Bürgerzentrum in der Vahr dem Trend des sogenannten „Urban Gardenings“ – also das gemeinschaftliche Anbauen von Obst und Gemüse in der Stadt.

Von Mäusen und Matrosen: Der Kindertreff des BZ Vahr beim Hafenrummel

„Wer weiß, wo wir hier sind?“, fragt Arne Gloe und blickt in neugierige Gesichter. „In der Überseestadt“, ruft einer in die Runde. Das sei natürlich erstmal richtig, erklärt Gloe, der eigentlich von allen nur „Rummel-Arne“ genannt wird. Die 14 Jungs und Mädchen aus dem Kindertreff im Bürgerzentrum Neue Vahr sind nämlich heute zu Besuch im Hafenrummel, wo sie sich durch einen Parcours im Hafenambiente der 50er Jahren spielen werden. An den elf handgefertigten Wettkampfstationen am Speicher XI zählt vor allem Geschicklichkeit, Schnelligkeit und natürlich eine große Portion Glück, wie „Rummel-Arne“ erklärt. Während der Spiele müssen die Kinder Punkte sammeln, wer am Ende die höchste Zahl hat, gewinnt. „Sind wir in Teams?“, fragt eines der Mädchen. „Na klar!“, sagt „Rummel-Arne“ und drückt ihnen Block und Stift in die Hand.

 

Es wird geflucht, gedreht und gestapelt

Mit Spielbogen zum Punktezählen bewaffnet macht sich die Gruppe auf, um sich an den ersten Glücks- und Geschicklichkeitsspielen zu versuchen. Die Kinder teilen sich in drei Teams auf und müssen Bälle rollen, Münzen schieben, Säcke werfen, Matrosen umhauen und Mäuse balancieren. Für den 13-jährigen Djawad, der auch im Zirkus aktiv ist, eine leichte Übung: Mit viel Fingerspitzengefühl befördert er die Mäuse bis zum Ende des Transportbandes, bevor sie in der Fünf-Punkte-Kiste verschwinden. Schwieriger wird es hingegen an Station 5: „Sanduhr drehen, Würfel bauen, Punktzahl an Sanduhr ablesen“, lautet dort die Aufgabenstellung. Das Team um Djawad blickt auf neun gleichförmige 3D-Puzzleteile, die nun zu einem Würfel zusammengebaut werden soll. Jetzt ist bei den Kids dreidimensionales Denken gefragt. Es wird geflucht, gedreht und gestapelt – gerade noch rechtzeitig vor Ablauf der Zeit steht der Würfel.

 

“Rummel-Arne” bringt Crêpes zur Belohnung

„Ich hätte nicht gedacht, dass es hier so cool ist“, sagt die 11-jährige Jamila begeistert. Der Ausflug zum Hafenrummel ist Teil des regelmäßig stattfindenden Ferienprogramms des Bürgerzentrums Neue Vahr. Jamila nutzt regelmäßig das Angebot des Bürgerzentrums und hat in den Osterferien bereits beim Lasertagspielen sowie beim Bowling mitgemacht. „Ich glaube, wir waren heute die Schlechtesten“, vermutet sie, nachdem ihr Team alle Spielstationen im Hafenrummel absolviert hat. Doch die Punktzahl steht heute natürlich im Vordergrund des Ausflugs: „Wir hatten richtig Spaß hier“, sagt Murat Kul vom Bürgerzentrum Neue Vahr, der das Ferienprogramm begleitet. Zum Abschluss dürfen sich die 14 Jungs und Mädchen über selbstgemachte Crêpes freuen, die ihnen „Rummel-Arne“ an den Tisch bringt.